Die Brandsicherheit gehört zu den zentralen Themen beim Bau und Betrieb jeder Halle – unabhängig von Grösse, Nutzung oder Bauweise. Gerade wenn es um Stahlhallen geht, begegnen wir in der Schweiz oft dem Vorurteil, dass eine Halle aus Stahl weniger brandsicher sei als ein klassischer Massivbau. In der Praxis zeigt sich jedoch das Gegenteil: Mit den richtigen Materialien, einer durchdachten Planung und der Einhaltung der nationalen und kantonalen Brandschutzvorschriften lassen sich Stahlhallen auf höchstem Sicherheitsniveau realisieren.
Als erfahrener Anbieter von Industrie-, Gewerbe- und Lagerhallen haben Schwarzmann in der Schweiz bereits über 100 Projekte mit Stahlkonstruktion realisiert erfolgreich umgesetzt – immer in enger Abstimmung mit den lokalen Brandschutzbehörden und nach den geltenden Schweizer Standards.
Materialien und Konstruktion – wie Stahlhallen höchsten Brandschutz erreichen
Moderne Stahlhallen bieten – entgegen vielen Vorurteilen – hervorragende Möglichkeiten für Brandschutz. Entscheidend ist die Auswahl geeigneter Materialien und der richtige Aufbau.
Isolierte Hallen
Für wärmegedämmte Hallen setzen wir nicht brennbare Mineralwolle-Sandwichpaneele ein. Diese erfüllen hohe Anforderungen an Feuerwiderstandsklassen und behindern die Brandausbreitung.
Zelthallen
Zelthallen mit PVC-Membran können mit schwer entflammbaren Planen der Klasse B1 ausgerüstet werden. Damit eignen sie sich auch für gewerbliche und saisonale Nutzungen.
Stahlkonstruktion und Brandschutz Halle
Eine Stahlkonstruktion kann auf verschiedene Arten brandschutztechnisch optimiert werden:
- Brandschutzbeschichtungen auf Stahlträgern
- Brandschutzplatten als zusätzlicher Schutz
- Überdimensionierte Profile, die höhere Temperaturen länger standhalten
- Brandwände, um grosse Gebäude in sichere Abschnitte zu teilen
Brandschutzwand
Vergleich: Stahlbau vs. Betonbau
Beton gilt traditionell als „brandsicherer“. Moderne Stahlhallen erreichen mit der richtigen Ausführung jedoch dieselben Feuerwiderstandsklassen – zuverlässig, geprüft und normgerecht. Gleichzeitig bietet Stahl mehr gestalterische Flexibilität und ermöglicht deutlich kürzere Bauzeiten. Entscheidend für die Brandsicherheit ist nicht das Material allein, sondern die korrekte Definition und Umsetzung der geforderten Feuerwiderstandsklasse.
Kontaktieren Sie uns und informieren Sie sich, wie wir den erforderlichen Brandschutz für Ihr Projekt sicherstellen können.
Passive und aktive Brandschutzmassnahmen für alle Hallentypen
Ein wirkungsvolles Brandschutzkonzept kombiniert passive und aktive Massnahmen. Dieses Zusammenspiel entscheidet über den Schutz von Menschen, Material und Infrastruktur.
Passive Brandschutzmassnahmen
Sie zielen darauf ab, die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes zu verhindern:
- Wahl nicht brennbarer Materialien
- Brandabschnittsbildung
- feuerhemmende Türen und Abschottungen
- bauliche Sicherstellung der Fluchtwege
- Schulungen oder klare Verantwortlichkeiten
Sprinkleranlage (Rot)
Rauchlift Lichtkuppeln
Aktive Brandschutzsysteme
Sie greifen ein, sobald ein Brand erkannt wird:
- automatische Brandmeldeanlagen
- Sprinklersysteme
- Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)
- tragbare Feuerlöscher
- Evakuations- und Notfallkonzepte
Die Systeme lassen sich flexibel an die Anforderungen jeder einzelnen Halle anpassen – von Lagerhallen über Produktionsbereiche und Logistikzentren bis hin zu Gewerbehallen.
Warum Schwarzmann? Erfahrung aus über 100 Projekten in der Schweiz
Mit über 100 realisierten Stahlbau-Projekten in der Schweiz verfügt Schwarzmann über fundiertes Know-how zu lokalen Anforderungen, kantonalen Unterschieden und objektspezifischen Brandschutzlösungen.
Unsere Stärken:
- Planung und Realisierung gemäss VKF und kantonalen Bestimmungen
- umfassende Beratung zu Konstruktion, Materialwahl und Brandschutz Halle
- koordinierte Projektabwicklung bis zur Abnahme
- stabile und langlebige Lösungen für jede Nutzung
Lassen Sie uns gemeinsam die passende Hallenlösung für Ihr Projekt entwickeln.
FAQ
- Was sind die grundlegenden Brandschutzvorschriften für Hallen in der Schweiz?
In der Schweiz gelten die VKF-Brandschutzvorschriften sowie die kantonalen Bestimmungen, die je nach Standort variieren können. Diese regeln unter anderem Fluchtwege, Brandabschnitte, Feuerwiderstandsklassen und den Einsatz technischer Systeme. Für jede Hallennutzung – ob Industrie-, Gewerbe-, Produktions- oder Lagerhalle – müssen die spezifischen Anforderungen berücksichtigt werden. Wir empfehlen eine frühzeitige Abklärung mit den zuständigen kantonalen Stellen.
- Welche Materialien eignen sich für den Bau einer brandsicheren Halle?
Für eine hohe Brandsicherheit setzen wir auf nicht brennbare oder schwer entflammbare Materialien wie Mineralwolle-Sandwichpaneele, brandschutzbeschichtete Stahlkonstruktionen oder feuerbeständige Trennwände. Je nach Nutzung der Halle – Lager, Produktion, Logistik oder Gewerbe – passen wir die Materialwahl individuell den Anforderungen an.
- Was ist der Unterschied zwischen passiven und aktiven Brandschutzmassnahmen?
Passive Massnahmen verhindern die Entstehung oder schnelle Ausbreitung eines Feuers. Dazu gehören die Wahl geeigneter Materialien, Brandabschnittsbildung oder bauliche Sicherung der Fluchtwege.
Aktive Massnahmen werden im Brandfall ausgelöst und unterstützen die Brandbekämpfung, z. B. automatische Brandmeldeanlagen, Sprinkler, Rauch- und Wärmeabzüge oder tragbare Feuerlöscher.
Ein wirksames Sicherheitskonzept kombiniert beide Bereiche und wird individuell auf die jeweilige Hallennutzung abgestimmt.